Ja, wir haben sie alle, unsere kleinen Gewohnheiten des Alltags. Aber siehst du ihnen auf den ersten Blick an, was sie mit deinem Körper anstellen? Weißt du, welche tiefsitzenden Überzeugungen ihnen zugrunde liegen? Oder befindet sich dort so etwas wie ein »blinder Fleck«? Erkennst du, ob sie dich krank machen oder gesund? Weißt du, ob nicht gerade sie bei der Entstehung deiner Vitiligo beteiligt waren? Und ob nicht gerade ihre Veränderung deiner Vitiligo Heilung bringen?

Denn es sind genau solche eingefahrenen Muster des Denkens, Fühlens und Verhaltens, die deinen Körper erschaffen. Sie steuern nämlich bis ins Detail, welche Körpersäfte ununterbrochen in deine Blutbahnen ausgeschüttet werden. Dass das passiert, ist eine gesicherte Erkenntnis der Hirnforschung. Wie genau es abläuft, ist bis heute ein Mysterium.

In der Praxis gibt es Wege zur Heilung der Vitiligo. Heilung, die nicht nur am Körper ansetzt, sondern den ganzen Organismus einbezieht. Solch eine Heilung heißt ganzheitlich bzw. holistisch, sie ist immer Selbstheilung. Und sie legt zugrunde, dass der Organismus ein Netzwerk aus den Kräften der Seele, des Denkens, der Körperenergien und dem Gewebe bildet. Weil Selbstheilung ganzheitlich ist, kann Vitiligo geheilt werden, obschon die herrschende Medizin das Gegenteil behauptet.

Ein alchemistisches Wunder

Da geschieht in unserem Organismus Tag für Tag ein alchemistisches Wunder, eine Transformation vom Geist hinein ins Materielle. Wer ist der Zauberer, der da ganz unspektakulär vor unseren Augen sein Werk tut? Lass uns dem jetzt nachgehen. Was für ein Abenteuer wartet auf uns, wenn wir diesem Geheimnis unseres Lebens auf die Spur kommen?
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Glaubensmuster formen den Körper

Die bekannten Redensarten aus unserem Alltag – »etwas geht uns unter die Haut«, »in die Haut eines anderen schlüpfen«, »aus der Haut fahren«, »nicht aus seiner Haut können«, »ein dickes Fell haben«, »nicht in der Haut von jemandem stecken wollen«, »eine ehrliche Haut sein« und manche mehr – kennst du.

In diesen Sprüchen steckt sehr viel mehr, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Trotzdem darf uns schon einmal etwas unter die Haut gehen, ohne dass wir gleich eine Pigmentstörung bekommen. Was aber führt zur Weißfleckenkrankheit? Und was heilt die Vitiligo? Heilung kommt, wenn wir die Gründe dafür in unserem Inneren erfahren und verändert haben.

Wie aus Glaubensmustern Körperzellen werden

Wo, an welchen Orten in unserem Organismus verwandeln sich Glaubensmuster in eine Pigmentstörung? Wann und wie transformieren wir unsere Denkmuster, wann und vor allem wie bauen wir daraus eine makellose oder eine fleckige Haut?

Die Antwort ist banal. Wir tun es immer, zu jeder Zeit, ohne Unterlass, wir tun es von Augenblick zu Augenblick. Und über Jahre hinweg. Wir benutzen immer dasselbe Material dafür, und das finden wir in unserer inneren Haltung, in unseren Denkmustern, in unserem Umgang mit der Welt, in unseren Meinungen in unserer Weltsicht, die sich aus vielen kleinen Mustern zu denken zusammensetzt. Solches geistiges Ausgangsmaterial wandeln wir dann in die Gewebe unseres Körpers um.

Natürlich tun wir das meist nicht bewusst, es geschieht einfach, indem neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet werden. Da brauen wir in jedem einzelnen Augenblick einen Cocktail zusammen, der auf der materiellen Ebene exakt unseren Denkmustern entspricht.

Die geistigen Muster wirken in unserem Körper ähnlich wie die Reifen eines schweren Karrens, mit dem wir immer wieder denselben matschigen Weg entlang fahren und immer breiter und tiefer werdende Spuren hinterlassen. Unsere Muster verfestigen sich mit den Jahren, genauso verfestigen sich die physiologischen Abläufe im Körper.

Denkmuster vertiefen sich wie Feldwege.

Die Geschichte von Martin P.

So wie bei Martin P.*, den ich seit Jahren kenne. Er ist ein ganz außerordentlich lieber Kerl, ich mag ihn sehr, bei seinen Kollegen ist er geschätzt und beliebt, hat unübersehbar viele Freunde, ist unaufdringlich, einfühlsam und sensibel, lässt jedem den Raum, den er braucht. Außerdem kann er, wenn die Stimmung danach ist, immer wieder höchst unterhaltsame Geschichten über Gott und die Welt aus dem Hut zaubern. Es macht einfach Spaß, die Zeit mit ihm zu verbringen. Vielleicht kennst du ja auch so jemanden.

Allerdings habe ich ihn auch schon anders erlebt. Er braucht es, dass die Menschen, mit denen er zusammen ist, ihn auch wirklich akzeptieren. Und wenn möglich gern haben. Und wenn er das Gefühl hat, dass da jemand ist, der ihn nicht mag und ihn ablehnt, dann ist es, als würde er innerlich wie versteinern. Nicht böse, sondern verletzt, verzweifelt. Er trägt dann immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht zur Schau, vielleicht sogar mehr als üblich, aber ich sehe, das ist nicht mehr echt.

So ähnlich macht er das auch mit seiner Partnerin, wenn sie ihn in einer schwierigen Situation nicht emotional unterstützt. Soviel ich von ihm weiß, reagiert er dann schnell schon einmal eingeschnappt und zieht sich zurück.

Für dieses ziemlich widersprüchliche Verhalten gibt es natürlich Gründe in seiner Seele. Soviel ich weiß, liegen sie sehr weit zurück. Damals erlitt er ein äußerst schweres Trauma. Von da an waren seine Wege mit anderen Menschen immer mit Verletzung, Abweisung und Getrennt Sein gepflastert. Er fühlte sich niemals wirklich integriert, empfand sich stets vor allem als Außenseiter. Musste um Zugehörigkeit kämpfen.

Als Reaktion darauf fährt er alle seine Antennen aus und ist sehr sensibel, trotzdem scheint es ihm, als sei sein seelischer Austausch mit den Menschen in seiner Umgebung begrenzt, in Teilen abgeschnitten, nicht vollständig. Er versucht es, aber kann er sich nicht hingeben. Er will, aber ihm fehlt das Vertrauen. Sein Geben und Nehmen ist eingeschränkt.

Zwar lernte er mit der Zeit, mit Menschen umzugehen. Er wurde zu dem umgänglichen Mann, den ich geschildert habe. Mit zwischenzeitlichen Aussetzern. Das ist anstrengend, für ihn, meine ich. Und doch, ja, es klappt recht gut, meisten lässt sein Verhalten von seinem Trauma nichts vermuten.

In seinem Inneren aber sieht das völlig anders aus. Kaum etwas ist besser geworden seit damals, hinter den Kulissen fühlt sich Martin immer noch getrennt von allen. Auch oder gerade wenn er kämpft, ist er davon überzeugt, nicht wirklich dazu zu gehören. Nicht in einer persönlichen Beziehung, nicht in einer Gruppe von Menschen, nicht zu den Menschen überhaupt. Das ist hinter allem der Glaube, der sein Leben innen und außen prägt.

Wie gelangt der Glaube in den Körper?

Er leidet unter der Weißfleckenkrankhei. Das ist die Hautstörung mit der medizinischen Bezeichnung Vitiligo. Dabei fehlt an gewissen Stellen das Pigment Melanin. Durch dieses Fehlen bilden sich scharf begrenzte helle, manchmal fast weiße Flecken an Händen, Armen, Brust und möglichen weiteren Stellen des Körpers. Das ist der Grund für unser Coaching. Für ihn wäre es ein Traum, wenn seine Vitiligo heilen würde.

Bevor wir beide etwas gegen seine Pigmentstörung unternehmen, forschen wir zunächst nach, wie sie zustandekommt. Die herrschende Medizin ist davon überzeugt, dass die Melanozyten – das sind die Zellen der Haut, die das Pigment Melanin bilden – zerstört werden. Warum das so ist, dafür existieren verschiedene Hypothesen:

Referenz aus meiner Praxis

Referenz von Ingeborg S.
Klicken aufs Bild und vergrößern.

Warum fehlen die Pigmente?

  • Die Autoimmun-Hypothese vermutet, das Abwehrsystem unterscheide nicht zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen und zerstöre die Melanozyten.
  • Die Autoaggressions-Hypothese glaubt, der Stoffwechsel der Zellen sei gestört, so dass Enzyme und Zellgifte die Melanozyten zerstörten.
  • Die neurogene Hypothese unterstellt, körperlicher oder psychischer Stress aktiviere das Immunsystem und führe damit zum Untergang der Melanozyten.
Alle diese Hypothesen gehen davon aus, dass das Pigment zunächst hergestellt und dann wieder zerstört wird.

Zu meiner Erfahrung damit, wie Geist und Körper in ihrer alchemistischen Beziehung zusammenwirken, passt das überhaupt nicht. Der Körper handelt nicht so widersprüchlich. Er bildet nicht gegen seine geistige Vorlage, das Glaubensmuster, das Pigment, vernichtet es aber anschließend wieder. so etwas ist sehr unökonomisch, der Körper funktioniert nicht so.

Pastell ähnlich wie Vitiligo

Folgerichtiger, effizienter und zudem natürlicher wäre es aus Sicht einer gut funktionierenden Geist-Körper-Beziehung, wenn die Vorgaben von Martins Glaubensmuster exakt gespiegelt würden. Dann würde das Pigment gar nicht erst hergestellt.

Gewiss wäre solch eine »funktionierende Geist-Körper-Beziehung« bei einem blockierenden oder verletzenden Glaubenssatz nicht bequem. Das gefiele Martin erst einmal nicht. Er müsste dann selbst etwas tun. Er müsste sich ändern.

Viel bequemer wäre es, auf die Annahmen der herrschenden Medizin zu vertrauen. Da wäre er weitgehend aus der Verantwortung entlassen, könnte selbst nicht zu seiner Weißflecken-Heilung beitragen, wäre eben machtlos. Nicht nur er selbst wäre der Krankheit ausgeliefert, auch die Ärzte könnten nichts tun, denn die Vitiligo gilt als kaum heilbar. Damit müsste er leben, so wie viele es tun.

Ganz anders sähe die Sache allerdings aus, wenn Martin akzeptierte, dass die Geist-Körper-Beziehung einwandfrei funktioniert.

Dann nämlich wären auch die Folgen davon »natürliche« Folgen. Martin könnte sie als ungeschönte Spiegelung seiner inneren Lage begreifen. Mehr noch, Martin könnte sie als Zeichen und Hinweise seines Lebens verstehen, als Wink des Schicksals.

Er hätte nun die Wahl, entweder auf diese Zeichen sofort zu reagieren oder zu warten, bis sie immer deutlicher würden. Würde er zögern, würde sich sowohl seine innere auch auch äußere Lage weiter verschärfen.

Martin hat sich für diese zweite Sichtweise entschieden. Dadurch ist er in der Lage, seine Vitiligo-Heilung selbst in die Hand zu nehmen.

»Wie oben, so unten«

Hinter der Vorstellung einer punktgenauen Geist-Körper-Spiegelung steht der uralte Satz »Wie oben, so unten«. Er wird dem Hermes Trismegistos zugeschrieben und hat auch heute nichts von seiner Weisheit und Aktualität verloren. »Wie oben, so unten« besagt, dass Geist und Körper dieselbe innere Struktur aufweisen. Das ist etwa so wie bei Dampf und Eis. Die zeigen ebenfalls dieselbe chemische Struktur. Darin liegt der Ansatz zu Martins Heilung, ganzheitlich in Geist, Seele und Körper.

Außerordentlich wichtig ist zu erwähnen, dass die Heilung aus ihm selbst erfolgen wird und sonst gar nicht. Heilung von außen könnte ihn nicht voll und ganz erfassen und wäre wohl vergebene Liebesmüh´. Der Neurobiologe und Arzt Gerald Hüther sagt »Heilung ist immer Selbstheilung«, und dieser Ansatz hat sich bei meinen Coachings immer wieder bestätigt. Meine Aufgabe sehe ich auch deshalb darin, Martin seine »blinden Flecken« sichtbar zu machen. Dadurch kommt der Prozess in Gang. Anschließend biete ich ihm einen Leitfaden für das praktische Vorgehen mit Übungen usw. an. So werden wir das tun.

Drei Schritte, um zu verstehen

Um zu Beginn den ganzheitlichen Zusammenhang der hier beschriebenen Geist-Körper-Beziehung zu erkennen, hilft es mir in der Praxis sehr, wenn ich im ersten Schritt die bekannten physiologischen Abläufe bei der Weißfleckenkrankheit in einfachsten Worten für mich sorgfältig beschreibe.
Im zweiten Schritt analysiere ich Martins Trauma, notiere die mir jetzt schon bekannten Eigenschaften und arbeite das Sinngefüge seiner seelischen Erschütterung heraus, ebenfalls sehr einfach gehalten. Heilung ist nicht kompliziert. Dazu nehme ich Hilfen in Anspruch, zum Beispiel die archaischen und modernen archetypischen Systeme aus Europa wie auch Asien. Es existiert unübersehbar viel Material.
Im letzten Schritt geht es um die Gemeinsamkeiten zwischen den Strukturen der Symptome und des Traumas. Den Hinweisen, die Martin bisher nicht verstanden hat, nähern wir uns nun gemeinsam. Das ist mal mehr und mal weniger schwierig. So stimmen wir schließlich beide Charakteristika aufeinander ab und erkunden währenddessen auch gemeinsam seine »blinden Flecken«.

Psyche und Körper im Gleichschritt

Für den kurzen Überblick in diesem Beitrag soll es genügen festzustellen, dass jede von Martins Beziehungen bis heute damit auskommen muss, dass ein aufeinander eingehendes Miteinander nicht selbstverständlich ist. Ein harmonisch fließendes Gleichgewicht gibt es für ihn nicht. Das liegt daran, dass er nur begrenzt einen Transfer von innen nach außen zulässt. Es kommt nicht genug aus ihm heraus. Von außen nach innen funktioniert´s, das Problem liegt in der Richtung.
Genau diese psychische Struktur ist es, die sich in der Physiologie des Körpers spiegelt. Der Transfer der Pigmente aus dem Inneren der Melanozyten nach außen auf die Haut ist begrenzt. Von den Melanozyten kommen nicht genug Pigmente, ihre Menge ist begrenzt. In Martins nun folgendem Heilungsprozess werden ausreichend Pigmente im gleichen Maße produziert, wie er seine seelische Verletzung heilt. Das geschieht in meinem Coaching auf der Grundlage von Glaubenssätzen, Denkmustern und Verhaltensmustern in Verbindung mit Fühlbildern und Körperbildern. So wird die sich wandelnde Ausgangslage nicht zuletzt auch für eine unauffällige, harmonische Einbettung in die Gemeinschaft sorgen. Sein Körper wird auch in diesem Heilungsprozess zum Spiegel seiner Seele.
Einen solchen hilfreichen Spiegel erhält Martin allerdings nur dann, wenn er bereit ist, auch hineinzuschauen. Dann kann er erkennen, kann sich ändern und sich weiterentwickeln. Keine der Weißflecken-Hypothesen der herrschenden Medizin bietet diese Möglichkeit.

Das Ende der Trennung von Geist, Seele und Körper

Die hier dargestellte Sichtweise kann die bedrückende Trennung von Geist, Seele und Körper in der herrschenden Medizin überwinden. Es würde dann bei Symptomen kein Kampf mehr angezettelt werden müssen zwischen dem Menschen und seinem Körper. Der Körper würde nicht mehr mittels Medikamenten wie ein Bär am Nasenring hin und her gezogen werden müssen in dem Versuch, seine Symptome zum Verschwinden zu bringen. Der Therapeut würde anerkennen, dass es die Seele an allererster Stelle ist, die die Symptome hervorbringt, und nicht der Körper.
Unsere körperlichen Beschwerden wurden ja übrigens längst nicht alle mit medizinischen Namen bezeichnet. Manchmal sind sie zwar ernst genug, um unser Wohlbefinden zu zerstören, aber nicht ernst genug, um medizinisch behandelt zu werden. Für derartige Leiden unterhalb der medizinischen Wahrnehmungsschwelle wird häufig der verschleiernde Begriff »funktionelle Beschwerde« benutzt
Ein wahrhaft »funktionaler« Ansatz, so wie der hier beschriebene, könnte der herrschenden Medizin das längst verlorengegangene Vertrauen zurückgewinnen. Die Vielfalt und Qualität ihrer diagnostischen Möglichkeiten, in Einheit mit einer geistig-psychischen Perspektive angewendet, könnte wie ein Segen jedes beginnende Zipperlein begleiten und ihm die Schärfe und Schwere von Beginn an nehmen.
Die Heiler einer solchen neuen Medizin würden den Menschen die Augen öffnen, sobald sie sich, ohne es zu ahnen, auf einen krankmachenden Weg machten. Das stelle ich mir unter wahrer Vorsorge vor. Die Heiler einer solchen neuen Medizin wären nicht für die Krankheit zuständig, sondern für die Gesundheit.
Martin jedenfalls hat diese neue und doch schon Jahrtausende alte Sichtweise einen Heilungsschub gegeben, den er jetzt selbständig weiter voranbringen kann. Er begreift, wie es zu seinem widersprüchlichen Verhalten kommt. Er erkennt den Zusammenhang zwischen Verhalten und Vitiligo. Heilung, das weiß er nun, ist möglich, wenn er seine innere Haltung harmonisiert. Werkzeuge dafür besitzt er. Er ist sich selbst näher gekommen. * Name geändert
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